Das Bildnis des Dorian Gray.

6 Apr

Oscar Wilde
Das Bildnis des Dorian Gray

272 Seiten
Fischer, 1. Oktober 2008
Broschiert

ISBN: 9783453011816

Ewig Jugend – ist es das wovon wie träumen sollten? Dorian Gray tat es – sein Gebet wurde erhört. Doch macht Schönheit allein glücklich?

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde erzählt die Geschichte des jungen und überaus hübschen Engländers Dorian Gray. Er ist die Muse des Künstlers Basil Hallward, der ein Portrait von Dorian anfertigt. Das Bild ist das wohl beste Werk des Künstlers, doch gleichzeitig erinnert es den jungen Gray daran wie vergänglich die Schönheit ist. In seiner naiven Jugendlichkeit äußert er den Wunsch, immer jung zu bleiben – das Gemälde soll an seiner Stelle altern. Das dieser gedankenlose Ausspruch einmal wahr werden würde, ahnt er in diesem Augenblick noch nicht.
Doch eines Tages entdeckt er das Geheimnis. Das Gemälde dokumentiert jede negative Veränderung seiner Seele und altert statt ihm. Zunächst ist er über diese Entwicklung glücklich, aber über die Jahre wirkt das Bild so entstellt – so absurd. Dorian bekommt Beklemmungen und wagt sich kaum noch das Bild zu betrachten. Für sein Unglück macht er den Maler, Basil Hallward, verantwortlich. Um allem ein Ende zu setzen, ermordet Dorian seinen einst engsten Freund. Allerdings bleibt die erhoffte Erlösung aus. Und so rennt Dorian weiter in sein verderben …

Durch viele positive Rezensionen bin ich zu diesem Buch gelangt. Die Geschichte klang für mich sehr reizvoll und das war sie auch, ganz bestimmt. Doch richtig warm werden konnte ich nicht mit dem Werk. Es gab immer wieder unheimlich langatmige und für mich langweilige Stellen. Die Geschichte wurde nicht voran getrieben, man trat auf der Stelle. Dann folgten wieder Abschnitte, in denen die Geschichte Fahrt aufnahm und ich das Buch nicht weglegen wollte. Die meiste Zeit musste ich mich jedoch zum weiterlesen zwingen. Die Grundidee des Romans finde ich aber sehr gut – unheimlich spannend und aufschlussreich. Auch dem Schreibstil von Wilde konnte ich etwas abgewinnen.
Besonders interessant war die Entwicklung des Protagonisten. Der einst so freundliche und höfliche Dorian Gray entwickelt sich zu einem richtigen Ekel – nur sein Äußeres bleibt gleich, auch nach 20 Jahren noch.

Fazit:
Das Bildnis des Dorian Gray ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch hinter dem sich eine fantastische Idee verbirgt. Allerdings wird der Lesefluss durch langatmige Monologe und Beschreibungen gestört. Manche Stellen waren für mich einfach unnötig und langweilig. Ich war froh als ich endlich fertig war. Dafür gibt es 3 Punkte.

Bewertung:

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2 Antworten to “Das Bildnis des Dorian Gray.”

  1. Asaviel April 6, 2011 um 9:36 pm #

    Das ist wohl eines der Bücher, das man gelesen haben sollte… ich habs noch nicht gelesen, werde es aber mal auf meinen Wunschzettel packen.
    Schade, dass du es nicht so gut findest… hoffentlich wird das nächste Buch besser. :-)
    Grüße
    Asaviel

    • Die Leserin. April 7, 2011 um 9:34 am #

      Es ist ja nicht durchweg schlecht, aber leider wird es mir an manchen Stellen zu langweilig. Die Geschichte an sich ist aber toll!

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