Der Hodscha und die Piepenkötter.

26 Apr

Birand Bingül
Der Hodscha und die Piepenkötter

316 Seiten
Rowohlt Polaris, 02. Mai 2011
Flexibler Einband

ISBN: 9783862520152

Ursel Piepenkötter ist amtierende Oberbürgermeisterin und steht kurz vor den Wahlen. Ihrer Wiederwahl scheint nichts im Wege zu stehen, doch da taucht der neue Imam des Moscheevereins Gabrielstraße auf – Nuri Hodscha. Plötzlich ist die Rede vom Bau einer neuen Großmoschee. Die Piepenkötter, ihre Partei und Wählerschaft sind in Aufruhr. Der neue Hodscha muss gebremst werden. Und so entsteht ein erbitterter Kampf zwischen dem neuen Hodscha und der Bürgermeisterin. Die beiden ziehen dabei alle Register und spannen selbst ihre Kinder in ihre fiesen Attacken mit ein.
Wird es Ursel Piepenkötter dennoch gelingen die Wahl für sich zu entscheiden?

Zunächst einmal möchte ich die tolle Aufmachung von diesem Buch loben. Ich habe es in die Hände bekommen und hatte sofort Lust zum Lesen. Der Einband ist sehr farbenfroh, aber dennoch passend gestaltet. Für die Kapitel und Texte wurde eine schöne und passende Typografie verwendet – das tut dem Auge gut.

Inhaltlich konnte mich das Buch zunächst auch überzeugen. Der Roman beginnt mit einer netten Anekdote zu der Stadt, in der das ganze Geschehen spielt. Außerdem ist das Thema Muslime und Deutsche sehr interessant und vor allem brandt aktuell. Leider blieb der Rest des Buches hinter meinen Erwartungen. Ich hatte erwartet, dass das Thema mit stärkeren Argumenten beleuchtet werden würde, aber alles was ich fand, waren die immer gleiche Argumente, die man schon sooft bei politischen Talkshows gehört hat. Hinzu kommt, dass das Buch sehr schnell konstruiert wirkte und vorhersehbar wurde. Das Ende konnte mich dann auch nicht mehr überraschen.
Für die Charaktere hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe und Schlagfertigkeit gewünscht.

Dennoch kann ich nicht behaupten, dass ich mich beim Lesen gelangweilt habe. Der Schreibtstil von Bingül ist flüssig und humorvoll. Die Seiten flogen nur so dahin, was natürlich auch an den vielen Dialogen liegen kann.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Vorablesen und dem Rowohlt Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Fazit:
Der Hodscha und die Piepenkötter von Birand Bingül ist ein nettes Buch für zwischendurch mit seichtem Humor, aber zu wenig politischer Tiefe.

Bewertung:

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2 Antworten to “Der Hodscha und die Piepenkötter.”

  1. Asaviel April 27, 2011 um 9:02 am #

    Hey du,

    ich lass dir mal wieder nen Tag da ;-)

    http://asaviels.blogspot.com/2011/04/tag-freundschaftsbuch.html

    Grüße
    Asaviel

  2. cleesbuecherwelt April 29, 2011 um 6:52 pm #

    Ich fürchte, Sie wurden getaggt, meine Liebe … ;)

    http://cleesbuecherwelt.wordpress.com/2011/04/29/freundschaftsbuch/

    Liebe Grüße! :)

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