Glennkill.

12 Aug

Leonie Swann
Glennkill

375 Seiten
Goldmann, 3. August 2005
Flexibler Einband

ISBN: 9783442301294

Ein kleines Dörfchen in Irland namens Glennkill: Eines morgens liegt der Schäfer George Glenn Tod auf seiner Weide. In seinem Körper steckt ein Spaten. Georges Schafherde merkt schnell, dass ihr Schäfer nicht mehr aufstehen wird. Das ist natürlich eine unerhörte Frechheit, denn George war ein guter Schäfer. Er hat die Schafe abwechslungsreich gefüttert und ihnen regelmäßig vorgelesen – egal ob Krimis, „Pamela“-Romane oder Bücher über Schafskrankheiten. All das ist nun vorbei. Doch die Schafe lassen sich das nicht gefallen. Sie beginnen zu ermitteln, um herauszufinden, wer ihren lieben George ermordet hat.

Ich beginne diese Rezension mit einem Wort: Erleichterung. Erleichterung darüber, dass ich dieses Buch endlich zu ende gelesen habe! Wie lange hatte ich mich darauf gefreut. Was für eine tolle Idee – Schafe ermitteln in einem Mordfall! Schlechte Rezensionen konnten mich von meinem Vorhaben nicht abbringen. Ein Buch mit so einer putzigen Geschichte muss einfach gut sein … das habe ich gedacht. Aber das war es nicht. Ganz und gar nicht. Glennkill war eine absolute Qual für mich. So ein Buch kann einem wirklich den Spaß am Lesen nehmen. Aber was macht das Buch so schrecklich? Es ist der Schreibtstil! Er hat mir alle Freude an diesem Buch geraubt. Die Schreibweise der Autorin ist verwirrend und langweilig. Teilweise musste ich Sätze 5 mal lesen, um den Sinn dahinter zu erfassen. Plötzlich hat „er“ dieses oder jenes gemacht, aber es war gar nicht klar wer „er“ ist. Das ging mir am Anfang ständig so. Ich muss zugeben, es wurde mit der Zeit besser. Ich weiß nicht ob die Qualität mit steigender Seitenzahl zugenommen hat oder ob ich mich einfach irgendwann an den Stil gewöhnt habe. Aber so richtig gut ist es nie geworden. Irgendwann habe ich mich nur noch dazu gezwungen weiterzulesen. Das Ende konnte mich noch einigermaßen versöhnlich stimmen, aber alles in allem hat es diesem Buch an Orginalität gefehlt. Es gab zwar ein paar hübsche Geschichten rund um die etwas dümmlich anmutende Schafsherde, aber man hätte viel mehr daraus machen können. Es gab vielleicht 1-2 Szenen, die mir ein kleines Lächeln entlocken konnte, aber das war es auch schon. Ich hatte erwartet, dass mich die unkonventionellen Ermittlungsmethoden ständig zum lachen bringen … Erwartungen verfehlt. Die Kombination aus schrecklicher Schreibweise und wenig originellen Ideen, haben das Buch für mich zu einem echten Flop gemacht.

Fazit:
Glennkill von Leonie Swann kann ich leider niemanden empfehlen. Ich weiß, dass es einige begeisterte Leser des Buches gibt und vielleicht kann man das auch ansatzweise sein, wenn man irgendwie mit dem Schreibstil der Autorin klar kommt. Ich kann es nicht und deshalb ist und bleibt es für mich ein Flop. Wäre ich Denis Scheck, dann würde dieses Buch jetzt gemütlich in die nächste Mülltonne rollen …

Bewertung:

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2 Antworten to “Glennkill.”

  1. Sarah August 16, 2011 um 8:19 pm #

    Oh, da kann man mal wieder sehen wie unterschiedlich Geschmäcker doch sind! Ich fand das Buch damals toll… ist aber auch schon ein paar Jährchen her, dass ich es gelesen habe. Vielleicht würde ich es heute ja ganz anders bewerten. Gut geschriebene Rezension auf jeden Fall! :)

  2. Die Leserin. August 17, 2011 um 1:37 pm #

    Ich habe mich auch erst gestern mit Bekannten über das Buch unterhalten und sie fanden es gut. Ich glaube entweder hasst man das Buch oder man liebt es!

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