Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

4 Nov

Robert Louis Stevenson
Dr. Jekyll und Mr. Hyde

128 Seiten
Fischer Taschenbuch, 1. August 2010
Taschenbuch

ISBN: 9783596902903

Der Anwalt Mr. Utterson erfährt bei seinem wöchentlichen Spaziergang mit einem entfernten Verwandten von dem ominösen Mr. Hyde. Dieser soll ein kleines Mädchen skrupellos niedergetrampelt haben. Utterson wird bei den Namen Hyde hellhörig. Das Testament seines guten Freundes Dr. Jekyll benennt genau diesen Mann als seinen alleinigen Erben. Aber kann es sich wirklich um die gleiche Person handeln? Der freundliche und gutmütige Dr. Jekyll will so gar nicht zu dem groben und gefühlslosen Mr. Hyde passen. Jekylls Anwalt und Freund vermutet ein schreckliches Geheimnis hinter dieser seltsamen Verbindung. Damit soll er recht behalten …

Die Geschichte von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ und mir ist eine lange. Zu meiner Schulzeit musste ich dieses Buch lesen und war damals wenig begeistert. Zuerst zumindest. Jedenfalls habe ich das Buch damals nicht beendet. Wie es bei faulen Schülern so üblich ist, liest man den Inhalt irgendwo im Internet nach oder lässt ihn sich von den fleißigen Mitschülern erzählen. Bei mir war es letzteres. Doch als ich erfuhr wie diese Geschichte endete, war ich wirklich niedergeschlagen, denn das Ende war ein unerwartetes, ja ein tolles! Dummerweise war das Buch aber nur von der Schule ausgeliehen und so war die Chance vertan es doch noch zu beenden. Ich habe es jahrelang bereut. Als ich dann eine Ausgabe von meiner Lieblingsreihe „Fischer Klassik“ entdecke, war es um mich geschehen.
Und so habe ich „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ noch einmal gelesen und dieses mal komplett! Ich habe es nicht bereut.

Die Geschichte über die Verbindung der völlig gegensätzlichen Protagonisten Dr. Jekyll und Mr. Hyde ist sehr kurzweilig, aber auch ungeheuer spannend. Es ist schwer näher auf die Geschichte einzugehen, ohne dabei zu viel zu verraten. Natürlich, die Geschichte ist bekannt. Es gibt bereits zahlreiche Verfilmungen, in denen diese Personen eine zentrale Rolle spielen. Dennoch bin ich mir sicher, dass es auch Leser gibt, die diese Geschichte nicht kennen. Diesen Wünsche ich genau so viel Spaß und Spannung beim Entdecken des Geheimnisses.

Stevenson erzählt seine Geschichte, die zu den ersten Schauergeschichten gehört, prägnant und flüssig. Seine Satzkonstruktionen sind teilweise recht ausschweifend, aber nicht unangenehm. Manchmal wünsche ich mir ähnlich geschickt formulieren zu können. Nur das Ende ist für meine Begriffe etwas zu ausführlich beschrieben, wobei sich über diesen Punkt sicher streiten lässt. Schließlich wird uns hier die Auflösung gegeben. Dabei spielt ein tiefgreifender Konflikt eine wichtige Rolle …

Fazit:
„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson ist ein absoluter Klassiker und in meinen Augen sehr lesenswert. Das Buch zeichnet sich durch die geschickte Konstruktion und den damit verbundenen Spannungsbogen aus. Wer die Anfänge des Schauerromans kennenlernen möchte, ist hier genau richtig.

Bewertung:

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