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Wortschatz #2

28 Feb

Das sagt das Wörterbuch:
die; -, -en [(frz. ambigu <) lat. ambiguitas](bes. Fachspr.): Mehr-, Doppeldeutigkeit.

Darum wird es vorgestellt:
Die ach so gebildete Leserin beschäftigt sich seit einiger Zeit sehr intensiv mit Klassikern. Sie bevorzugt die Ausgaben von Fischer Klassik, die immer auch eine Rezension am Ende enthalten. Sie liest also so eine sehr gescheit geschriebene Rezension und lernt dabei bald ihre Grenzen kennen. „Amni … Ambi …Ambi-was?“, fragt sie sich. Und so holt sie schnell ihr Wörterbuch heraus und ist bald schlauer.

Darum mag ich es:
Ambiguität klingt edel und elegant. Aber vor allem ist es ein nützliches Wort. Wie oft begegnet uns die Doppeldeutigkeit im alltäglichen Leben, aber auch in der Literatur. Ambiguität ist ein ein wunderbares Synonym, dass ich in Zukunft hoffentlich öfter in meinen Rezensionen verwenden kann.

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Wortschatz #1

21 Feb

Das sagt das Wörterbuch:
<Adj.> [aus frz. bleu mourant = sterbendes (= blasses) Blau, aus: bleu u. mourant = sterbend, 1. Part von: mourir = sterbend] (ugs.): flau, unwohl, übel: ein -es Gefühl; mir ist ganz b. [zumute].

Darum wird es vorgestellt:
„Da wird mir ja ganz blümerant!“, sagte ich zu einer Freundin und dachte mir nichts dabei. „Das hast du dir doch ausgedacht!“, war ihre Antwort. Als mir auch meine Mama bestätigte, dass sie blümerant nicht kennt, wurde mir eines klar: ich muss für dieses Wort kämpfen! Und so steht es nun hier und wartet darauf von euch verwendet zu werden.

Darum mag ich es:
Blümerant steht im Wörterbuch nicht nur vor blumig, es klingt auch so. Es wirkt dezent und unaufdringlich. Es gibt einfach keine schönere Umschreibung für das Unwohl sein. Höre ich dieses Wort, muss ich an Fräulein Prysselius aus Pippi Langstrumpf denken. Sicherlich ist ihr oft blümerant geworden, wenn sie auf Pippi getroffen ist!